Preis & Kalkulation

Ein Preis muss
mehr können.

Er muss nicht nur Kunden überzeugen. Er muss deine variablen Kosten decken, Fixkosten finanzieren, deinen Unternehmerlohn ermöglichen und Raum für Gewinn lassen.

Verkaufspreis120 €
Variable Kosten− 35 €
Deckungsbeitrag85 €
Fixkosten / Monat3.200 €
Break-even38 Verkäufe

Preis ist Strategie und Mathematik

Viele Gründer kalkulieren vom Wettbewerb rückwärts: „Die anderen nehmen 100 €, also nehme ich 95 €.“ Das kann funktionieren – muss aber nicht. Dein Preis muss zu deinem Nutzenversprechen, deiner Kostenstruktur und deiner Kapazität passen.

Deckungsbeitrag verstehen

Vom Verkaufspreis ziehst du die direkt durch den Verkauf verursachten variablen Kosten ab. Was übrig bleibt, ist der Deckungsbeitrag. Aus ihm müssen deine Fixkosten bezahlt werden. Erst danach entsteht Gewinn.

Beispiel: Verkaufspreis 120 €, variable Kosten 35 € → Deckungsbeitrag 85 €. Bei 3.200 € Fixkosten brauchst du rund 38 Verkäufe, um die Fixkosten zu decken.

Drei Preisfragen

  • Kosten: Was muss der Preis mindestens leisten?
  • Wert: Welchen wirtschaftlichen oder emotionalen Nutzen stiftest du?
  • Markt: Welche Alternativen hat der Kunde und wie positionierst du dich?

Stundenlohn ist nicht Stundenpreis

Selbstständige können nicht jede Arbeitsstunde abrechnen. Akquise, Verwaltung, Weiterbildung, Urlaub und Krankheit müssen mitfinanziert werden. Deshalb muss ein externer Stundensatz deutlich mehr abdecken als den gewünschten privaten Stundenlohn.

Beraterblick

Wenn du den Preis nicht erklären kannst, ist er wahrscheinlich noch nicht kalkuliert.

Ein guter Preis lässt sich aus Nutzen, Leistung, Kosten und Positionierung begründen – nicht nur aus Bauchgefühl.